Eine Antwort von vielen…

Hallo zusammen,

dieser Kommentar hat mich zu meinem letzten Post erreicht:

Lieber Matthias,
Da gebe ich dir vollkommen recht! Leider kommt es oft auf die innere Einstellung an und da wir nun mal Menschen sind liegen Lust und Frust oft nah aneinander. Gibt es aus deiner Sicht eine Möglichkeit bevor Frust aufkommt ihn zu überlisten ??? Liebe Grüße Jan

Eine Frage zur Praxis und die Antwort muss dann auch noch funktionieren. Soll ich antworten oder es lieber überlesen 😉

Ok wie Ihr seht ich möchte darauf antworten.

Was wenn die Antwort:

  • falsch ist und ich mich überschätzt habe
  • ich keine Reaktion auf den Eintrag bekommen, obwohl ich dachte den Post des Jahres zu schreiben
  • Der Beitrag ist nicht so perfekt wie ich ihn gerne hätte

Los geht’s:

Lust beim Schreiben, Frust beim Ergebnis. Ich denke das ist es was Jan hier meint. Wenn wir die drei oben genannten Punkte zusammenfassen ergeben sich drei Überschriften:

  • mich falsch eingeschätzt oder überschätzt
  • falsche Erwartung an andere
  • Perfektion oder null Fehler

Im Vertrieb haben diese Überschriften viele konkrete Handlungen.

Die Ablehnung von potentiellen Kunden. Mitarbeiter die angebotene Hilfe nicht annehmen. Selbst erst mit etwas beginnen wenn alles perfekt ist.

Dies zu verändern oder zu überlisten lieber Jan ist also der Wunsch nach Perfektion und keinen Fehlschlägen. Damit haben wir wieder einen Grund für neuen Frust. 😀

Aus diesem Teufelsrad kommst Du so nicht raus. Egal wieviel Du trainierst und wie gut Du wirst es wird trotzdem jemanden geben der Dir nicht folgt.

Ok Du könntest deinen eigenen Staat gründen und es per Diktatur verordnen 😉

Wenn das ausscheidet geht es nicht um das umgehen von negativen/frustrierenden Ergebnissen, sondern um den Umgang mit diesen.

Dabei unterschätzen viele die Kraft von Gemeinschaft, nicht der Partygemeinschaft sondern der Arbeitsgemeinschaft. Heute findet das zum Beispiel nur sehr selten noch statt. Es möchte sich ja keiner blamieren. Also glaubt dieser er entspricht nicht den Erwartungen der anderen. Häufig ohne das diese jemals abgeglichen wurden. Wenn ihr es abgleicht und klar ist was denn erwartet wird bzw. ihr erstmal rausfindet, durch das messen eurer Ergebnisse, was „normal“ ist muss sich auch keiner mehr blamieren ;-).

Ein weiterer Punkt ist die fehlende Konsequenz, wenn also ein Ergebnis schlechter ist als alle anderen, dann besteht dort Schulungsbedarf. Wenn der aber nicht stattfindet kann es auch keine Veränderung geben. Wenn hier also Konsequenz greift, hat der Frust eine positive Wirkung.

Zum guten Schluss gibt es noch die Motivation durch Unzufriedenheit, oder wie Paul Watzlawick schrieb „Anleitung zum Unglücklich sein“. Dieser Punkt greift leider sehr spät, dafür muss es schon sehr schlimm sein.

So lieber Jan keine einfache Lösung, ich hoffe es hilft Dir trotzdem 🙂

Viele Grüße

Matthias

 

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